Zahngesundheit in Deutschland in 2015 gestiegen

Gesunde Zähne

Die Zahngesundheit in Deutschland wird immer besser. Das hat das Robert-Koch-Institut (RKI) nun in seinem jüngsten Gesundheitsbericht aus dem Jahre 2015 konstatiert. Zahnkaries, Zahnverlust und Zahnlosigkeit haben abgenommen. Einen Anstieg hat dagegen die Paro-dontitis bei Erwachsenen erfahren. Im Kindes- und Jugendalter zeigt sich außerdem eine deutliche soziale Ungleichheit im Hinblick auf Zahngesundheit im Allgemeinen und Vorsorgemaßnahmen im Speziellen.

Trotz der allgemein stetig besser werdenden Zahngesundheit sind Mund- und Zahnerkran-kungen in Deutschland immer noch weit verbreitet und bei Erwachsenen sozusagen eher die Regel als die Ausnahme. So hat weniger als ein Prozent von ihnen ein naturgesundes Gebiss, wobei unter letzterem ein Gebiss verstanden wird, das noch nie von Karies befallen war und deshalb auch frei von jeglichen Füllungen ist. Die hohen Ausgaben der gesetzlichen Kranken-kassen (rund 12 Milliarden in 2012) verwundern vor diesem Hintergrund nicht. Es sind dies insbesondere sozio-ökonomische Faktoren, welche die Zahngesundheit wesentlich beeinflussen. Risikofaktoren sind dabei beispielsweise zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke, Alkohol, Tabak sowie vor allem eine miserable Mundhygiene. Das Präventionspotenzial falle somit hoch aus, appelliert das RKI.

Insgesamt sei die Prävalenz (Vorkommnis) von Karies bei Kindern und Jugendlichen seit den 1990er Jahren stetig gesunken, so die Forscher. Allerdings stelle dies ein globales Phänomen dar, das in allem modernen, d.h. westlich geprägten, Gesellschaften zu beobachten sei. Doch auch wenn die Gesamttendenz positiv ausfalle, so gäbe es dennoch signifikante Differenzen hinsichtlich der Altersgruppen. So sei die Prävalenz insbesondere bei Schulkindern rückläufig; bei Klein- und Vorschulkindern stagniere sie hingegen. Dabei sei bei sieben bis 20 Prozent der Betroffenen das sogenannte „Nursing-Bottle-Syndrom“ dafür verantwortlich. Die größte Kariesprävalenz konnte in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Bayern festgestellt werden, wobei in Mecklenburg-Vorpommern zugleich die größte Verbesserung verzeichnet wurde.

Darüber hinaus zeichne sich ab, so das RKI, dass sich die Kariesprävalenz zwar stetig reduziere, jedoch zugleich eine Polarisierung zwischen sozial besser und schlechter gestellten Kindern und Jugendlichen entstehe. So entfallen beispielsweise auf 10,2 Prozent der Kinder einer Altersgruppe ganze 61,1 Prozent der Kariesbefunde. Bei Jugendlichen vereinen 26,8 Prozent 79,2 Prozent aller Kariesfälle. Je höher dabei der Sozialstatus, desto besser die Zahn-gesundheit, so die Forscher. Letztere falle bei Kindern und Jugendlichen aus sozial schwa-chen, zugewanderten oder bildungsfernen Familien folglich ziemlich schlecht aus. Auch stelle man in diesen Sozialmilieus eine geringere Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen fest, die für eine gesunde Verfassung der Zähne aber unabdingbar wären. Vorsorgeuntersuchungen bieten die meisten Zahnärzte an. Über die verschiedenen, konkreten Leistungen der Zahnärzte können Sie sich beispielsweise bei dieser Praxis schlau machen.

Des Weiteren zeigte sich auch bei den Erwachsenen ein Rückgang von Karieserkrankungen, und zwar in allen untersuchten Altersschichten (35-44 Jahre sowie 65 bis 74 Jahre). Unterschiede zwischen Frauen und Männern wären dabei kaum der Rede wert, und auch zwischen den neuen und alten Bundesländern bestehe kaum ein signifikanter Unterschied, so das RKI. Dagegen sei insbesondere bei älteren Menschen die Prävalenz von Wurzelkaries gestiegen. In allen Altersgruppen der Erwachsenen könne ferner ein Anstieg nicht-kariöser oberflächlicher Zahnschädigungen festgestellt werden. Dies hänge vor allem mit dem erhöhten Konsum stark säurehaltiger Getränke, wie Limonaden, Energydrinks und Fruchtsäften zusammen, da diese die Mineralien, welche die Zahnoberflächen normalerweise schützen, aus den Zähnen heraus-lösen würden. Darüber hinaus stellen Parodontalerkrankungen bei den Erwachsenen die häu-figste Ursache für Zahnverlust dar. Schwere bis mittelschwere Parodontalerkrankungen hätten nunmehr sogar zugenommen, so die Autoren. Dies sei allerdings einem gleichsam positiven Umstand geschuldet, nämlich dem, dass mit zunehmendem Alter immer weniger Zähne verlo-ren gingen. Auch hier ist letztlich Vorsorge der beste Weg, um auch das hohe Alter mit eigenen und weitgehend gesunden Zähnen zu verbringen.

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